Voraussetzungen für 
das gelingende Arbeiten mit digitalen Tools 

Theoretische Hilfestellung

Das Land Baden-Württemberg hat kurze Bände zu diversen schulischen Themen veröffentlicht. Zum Einstieg in die Thematik rund um die Digitalität werde ich den Band „Einsatz digitaler Medien für einen wirksameren Unterricht[1]“ beleuchten. Die Bände stellen sowohl eine hilfreiche Idee als auch einen nützlichen Service des Landes Baden-Württemberg für Lehrkräfte dar. 

Ziele dieses Blogs

Hier wird der Inhalt von Band 9 sehr kurz zusammengefasst. Digitale Medien, die laut des Bandes, für den Einsatz im Unterricht empfohlen werden, werden aufgezeigt. Aus den Erkenntnissen des Bandes ergeben sich für mich vor allem Hinweise, was Lehrkräfte an Input und Unterstützung benötigen, um digitale Medien bzw. Tools erfolgreich in ihren Unterricht integrieren zu können. 

Digitale Medien

Digitalität hat Einzug in unseren schulischen Alltag erhalten. Deshalb wird von den Lehrkräften zu Recht erwartet, dass sie ein Verständnis für die Potentiale der Digitalität entwickeln und sich diese Potentiale für die professionelle Gestaltung von Lernprozessen erschließen[2].

Digitale Medien umfassen alle Arbeitsgeräte, die virtuell mit Strom funktionieren. 

Zu ihnen zählen Verteilungsmedien (z. B. Internet), Geräte zum Speichern, Bearbeiten, Weiterleiten und zum Verbreiten von digitalen Inhalten (z. B. USB-Sticks, Festplatten).[3] 

Unter dem Begriff des Tools versteht man im Allgemeinen alle Werkzeuge oder Hilfsmittel – unabhängig davon, ob sie digital oder analog sind. Hinter dem Oberbegriff des digitalen Tools verbergen sich Apps oder Computerprogramme.[4]

Tiefenstrukturen mit digitalen Medien angereichert

Im Band 9 geht es um den Einsatz digitaler Medien im Unterricht und deren Chancen für einen wirksamen Lehr-Lern-Prozess. Es wird klargestellt, dass die Nutzung digitaler Medien nicht automatisch zu erfolgreichen Lernergebnissen führt, sondern es entscheidend ist, wie die Medien eingesetzt werden. Der Fokus liegt auf den drei Basisdimensionen wirksamen Unterrichts: kognitive Aktivierung, konstruktive Unterstützung und strukturierte Klassenführung. Es werden verschiedene digitale Instrumente und z. T. deren Anwendungen genannt, die Lehrkräfte unterstützen können, um mit ihnen einen lernförderlichen Unterricht zu realisieren. Abschließend wird zusammenfassend eine Kombination aus analogen sowie digitalen Methoden für einen effektiven Unterricht empfohlen.[5]

Digitale Medien

In der Tabelle befinden sich die im Text genannten digitalen Tools in alphabetischer Reihenfolge, die ich durch konkrete Beispiele ergänzt habe. 

Vom Land Baden-Württemberg für den Unterricht empfohlene digitale Medien

Zusammenfassung und Schlussfolgerung

Als Lehrkraft braucht man einiges an Wissen und Knowhow über digitale Medien, um durch sie effektiven Unterricht zu halten bzw. sie förderlich für Lernprozesse einzusetzen. 

Scheinbar wird vorausgesetzt, dass Lehrkräfte sich nach ihrem eigenen Ermessen das aneignen, von dem sie meinen, dass es notwendig sei. Aneignen kann man sich aber nur das, von dem man schon weiß, dass es existiert. Meist wird man sich auch nur dem annähern, was man in irgendeiner Weise nachvollziehen kann. Wenn also das Land Baden-Württemberg lenken möchte, welche Medien bzw. Tools zum Einsatz kommen sollen, muss es diese auch explizit nennen.

Lehrkräfte thematisch mitnehmen

Je mehr man die Lehrkräfte in die Verwendung der neuen Medien einbezieht und ihnen deren vorteilhafte Effekte aufzeigt, desto mehr werden die Lehrkräfte bereit sein, sich diesen Themen, die teilweise absolutes „Neuland“ darstellen, in der Schule zu öffnen und die Medien in ihren Unterricht zu integrieren. An ein neues Thema, das zudem noch fremd ist und viel (Frei-)Zeit zum Weiterbilden und Ausprobieren erfordert, trauen sich die wenigsten Lehrkräfte einfach so intrinsisch motiviert.

Konkretes

Eine Liste mit konkreten Nennungen digitaler Medien bzw. Tools, die sich im Unterricht bereits bewährt haben, sowie die Links zu den entsprechenden Internetseiten wären äußerst hilfreich. Damit müssen auch Informationen sowie Empfehlungen verbunden sein, wann man die Medien im Unterricht am besten einsetzt – in welchen Fächern, zu welchen Themen und auch in welchem Bildungsgang und in welchen Klassenstufen. Die Basisdimensionen können bei der Zuordnung der digitalen Medien durchaus eine unterstützende Rolle spielen.

Wertschätzung der Thematik und en Lehrkräften gegenüber

Damit Lehrkräfte, die nicht IT studiert haben oder besonders technikaffin sind, den Umgang mit den digitalen Tools im Unterricht mit ihren Schülerinnen und Schülern einüben und festigen, benötigen sie zuvor Input – entweder durch Selbstlernkurse oder aber noch besser durch Fortbildungen. In der schnelllebigen digitalisierten Welt finden sich viele Lehrkräfte – mich eingeschlossen – nicht alleine zurecht. Wenn man vom Land (verpflichtend) „an die Hand genommen“ werden könnte, würde man sich im Unterrichten mit digitalen Medien sicherer fühlen. 

Das bedeutet meiner Ansicht nach konkret, dass wenn es dem Land Baden-Württemberg wichtig ist, qualitativ hochwertigen Unterricht im Bereich der Digitalisierung anzubieten, dass es Zeit und Ressourcen in Fortbildungen der Lehrkräfte investieren und die Lehrkräfte sich nicht alleine überlassen sollte. Auf diese Weise würde man sich nicht nur den Schulgemeinschaften, sondern auch der Thematik gegenüber wertschätzend zeigen. 

Überforderungen begegnen

Meist fühle ich mich gedanklich bereits überfordert, wenn ich in den Nachrichten erfahre, was die Schule, also ich als Lehrkraft, alles leisten soll und wie wenig Wissen ich selbst darüber habe. Die Bandbreite an digitalen Themen geht vom Umgang mit sowie dem Einsatz von digitalen Medien, über Medienkonsum bis hin zur Diskussion, wie Handys im Unterricht verwendet werden dürfen.

Während sich der Inhalt über die Basisdimensionen, die im Band 9 ausführlich dargestellt werden, relativ einfach nachlesen, nachvollziehen und umsetzen lässt, müssen die digitalen Medien meines Erachtens praktisch erfahren werden – ich möchte sie selbst ausprobiert und über ihren Unterrichtseinsatz nachgedacht bzw. diskutiert haben, bevor ich mein Wissen an meine Schülerinnen und Schüler weitergebe. Um meinen Schülerinnen und Schülern im Umgang mit ihnen helfen zu können, ist es zielführend, ich wüsste mehr als sie und wäre ihnen mit meinem Kenntnisstand mindestens einen Schritt voraus. Dazu benötige ich u. a. Anleitungen sowie Beispiele für die im Text oft genannten Onlinequizzes, aber auch eine Auswahl an digitalen Tools für die Diagnostik und wie man sie richtig einsetzt.

Diagnostik über digitale Medien

Interessant finde ich, dass man mit Hilfe der digitalen Tools das Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern analysieren und daraus Schlüsse und Maßnahmen für ein erfolgreiches Unterrichten ableiten kann. Eine grandiose Idee, um allen Schülerinnen und Schülern im Unterricht gerecht zu werden und sie zu fordern und zu fördern. Gerne hätte ich zu dieser Möglichkeit der Lernbeobachtungen konkrete Tools genannt bekommen, die beim Erfassen der Ergebnisse und auch bei deren Auswertung hilfreich sind. 

Digitale Medien sind kein Selbstläufer für den Unterricht

Als wichtigste Erkenntnis aus dem Band sollte man meines Erachtens mitnehmen, dass die Verwendung digitaler Medien nicht automatisch dafür sorgt, dass der Unterricht lehrreicher wird. Passgenau angewendet, lockern digitale Tools jedoch den Unterricht auf und ermöglichen Einblicke in spannende Themen, wie z. B. eine geographische oder geschichtliche Zeitreise oder das Zeigen des Experiments, bei dem man Öl mit Wasser zu löschen versucht. Jetzt müssen nur noch die Lehrkräfte im Umgang mit den digitalen Medien für einen wirksamen Unterricht geschult sein!

Fußnoten:

[1] Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 3 (Vorwort)

[2] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 3 (Vorwort)

[3] vgl. https://www.bpb.de, entnommen am 02.10.2025

[4] vgl. https://praxistipps.chip.de, entnommen am 02.10.2025

[5] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 4 - 17

[6] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 6, 9

[7] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 9

[8] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 15

[9] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 9

[10] vgl. https://www.raabe.de, entnommen am 02.10.2025

[11] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 10

[12] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 6

[13] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 12

[14] vgl. https://lamarr-institute.org, entnommen am 02.10.2025

[15] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 12

[16] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 12

[17] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 13

[18] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 13 (grauer Kasten)

[19] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 11, 14

[20] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 10, 12, 16

[21] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 10

[22] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 6, 9

[23] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 6

[24] vgl. https://www.raabe.de, entnommen am 02.10.2025

[25] vgl. https://www.raabe.de, entnommen am 02.10.2025

[26] vgl. https://www.raabe.de, entnommen am 02.10.2025

[27] vgl. https://www.raabe.de, entnommen am 02.10.2025

[28] vgl. Eder/Scheiter/Lachner/Land Baden-Württemberg (Hrsg.) 2023, S. 8, 9

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